Die ehemals St. Servatius geweihte frühere Wallfahrtskirche ist ein dreiachsiger typischer Recht-eckbau des Bergischen Barock mit einem hölzernen Tonnengewölbe. Sie ist über dem Seitenportal und durch Maueranker mit dem Baujahr 1768 bezeichnet. Der massige Westturm ist spätromanisch. Er war nach dem Brand von 1766 als Rest einer vermutlich westfälischen Kleinbasilika stehen geblieben und trägt eine barockisierende Haube von 1897 in Ausführung des Kölner Architekten Heinrich Renard. Ältere Bilder der Kirche zeigen noch die frühere Turmspitze in Pyramidenform.
Die aus der Erbauungszeit stammende, ursprünglich rein weiße Ausstattung wurde 1948 bis 1950 farbig neu gefasst. Die Renovierung der Kirche stand unter der Leitung von von Professor Thol. | Der Kanzelaltar ist mit der Orgel zu dem „Bergischen Aufbau“ zusammengefasst und in feinen Rokoko-Stilformen gehalten. Im Altar befindet sich ein Bild, das Jesus beim letzten Mahl mit seinen Jüngern zeigt. Darunter stehen die Worte von der Einsetzung des Heiligen Abendmahls nach 1. Korinther 11.- Engels-figuren und Spruchbänder zieren die Pfeiler der umlaufenden Empore. An der Westwand des Kirchenschiffes befindet sich eine gusseiserne Herdplatte von 1583 mit der Darstellung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (Lukas 15). Im Turmraum der Kirche wurden nach 1950 eine Gedächtnisstätte für die Opfer der beiden Welt-kriege eingerichtet und ein Glasfenster mit der Michaelsdarstellung (Offenbarung 12) eingebaut.
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