Die Ev. Kirchengemeinde Rönsahl

440 Jahre zählte die Ev. Kirchengemeinde Rönsahl im sog. Millenniumsjahr 2000. Die Wurzeln von Dorf und Gemeinde reichen noch weit in frühere Zeiten, denn schon 1399 wird das Kirchspiel urkundlich erwähnt. An der Kreuzung zweiter Handelswege wächst Rönsahl im Mittelalter zu einem Ort mit eigener Gerichtsbarkeit und Kirche heran, in der Servatius, der frühchristliche Bischof von Tongern Flandern), als Schutzpatron verehrt wird.



Im Jahre 1560 führt der damalige Pfarrer Severtz mit dem Augsburgischen Bekenntnis von 1530 die Reformation ein. Nach und nach nimmt die Gemeinde das Bibel- und Glaubensverständnis Martin Luthers an und damit die neue, protestantische Lehre. Am 31. Oktober 1817 feiert die Gemeinde nicht nur das 300-jährige Reformationsjubiläum, sondern tritt auf Anordnung des preußischen Königs der Evangelischen Union bei, der Vereinigung von lutherischer und reformierter Konfession einer Kirche.



Schon immer, und immer noch ist Rönsahl ein Grenzdorf: verlief früher hier die Grenze zwischen dem Herzogtum Berg und der Grafschaft Mark, so markiert es heute noch den Bindestrich zwischen Rheinland und Westfalen und die Nachbarschaft zweier Kommunal- und Kirchenkreise. Im Schnittpunkt von Kierspe, Wipperfürth und Gummersbach ist Rönsahl im Laufe der Zeit zu einem Ort mit hoher Lebensqualität und lebendigem kirchlichen Leben gewachsen. 1999 und 2002 war es das Schönste Dorf im Märkischen Kreis'.



Freundschaftliche Kooperation mit den Nachbargemeinden, aber auch Selbständigkeit, Kreativität und Nähe zu den Menschen vor Ort prägen die vielfältigen Angebote und Gruppen unserer Landgemeinde. In Kirche, Gemeindehaus, Jugendcafé und Kindergarten laden wir Menschen zur Gemeinschaft und zum Glauben ein, ermutigen zu Gottesdienst und Nächstenliebe. "Dorf der Diakone" ist Rönsahl durch die christlich geprägte Hilfe, die seit 1945 an Flüchtlingen und Jugendlichen und seit 1970 an Menschen mit Behinderungen in "Waldheimat" und Werkstatt geschieht.